Bürgerinitiative Tecklenburger Nordbahn
Bürgerinitiative Tecklenburger Nordbahn

Fragen, die die Bürger interessieren...

Die Reaktivierung ist eine Verschwendung von Steuergeldern, da der Busverkehr schon jetzt optimal und absolut ausreichend ist!

 

Antwort: 

Der zur Zeit stattfindende Busverkehr mit der S10 von Recke nach Osnabrück ist eine Anbindung des Oberzentrums, die heutigen Mobilitätsansprüchen in keiner Weise entspricht.

38 Haltestellen und eine Fahrzeit von 48 Minuten des Linienbusses sind im Gegensatz zur Schienenverbindung mit 8 Haltepunkten und 29 Minuten Fahrzeit eine deutlich schlechtere

Verbindung. Die Fahrzeit des Busses ist fast doppelt so lang wie die des Zuges und der Reisekomfort mit mehr als viermal so vielen Haltestellen gegenüber der Zugverbindung sehr eingeschränkt. Darüberhinaus ist der Zug im Gegensatz zum Bus nicht der Gefahr ausgesetzt, insbesondere im Berufsverkehr in einen Verkehrsstau zu geraten.

Auch auf die Kommunen kommen Kosten zu (z.B. Bahnübergänge, Parkplätze, laufende Reinigung und Instandhaltung der Stationen)!

 

Antwort: 

Die Eigenmittel, die die Kommunen für die Reaktivierung   aufwenden müssen, sind relativ gering. Bei Maßnahmen an Bahnübergängen entfällt lediglich ein Drittel der Kosten auf die Gemeinde, welche dafür 60% Förderung von der Bezirksregierung aus Mitteln für den kommunalen Straßenverkehr erhält. Bei den Nebenanlagen an den Haltepunkten ( Park&Ride und Bike&Ride) ist die Situation für die Gemeinden noch günstiger, da bei einer Förderung gem. § 12 ÖPNVG nur 10% der Kosten zu tragen sind. Die Reinigungs- und Instandhaltungskosten werden sich in den gemeindlichen Haushalten kaum bemerkbar machen, da pro Ort nur zwei Haltepunkte vorhanden sein werden.

Die Kostenprognosen werden sowieso nicht eingehalten!

 

Antwort: Hier ist das aktuelle Gutachten abzuwarten. Festzuhalten ist, dass eventuelle Kostensteigerungen nicht zu Lasten der Gemeinden gehen, sondern aus Landesmittel finanziert werden.

Die späteren laufenden Betriebskosten werden nicht durch Einnahmen zu decken sein und daher fortlaufend Zuschüsse erfordern!

 

Antwort: Genauso wie beim zur Zeit noch stattfindenden Busverkehr können die Betriebskosten nicht durch den Fahrkartenverkauf gedeckt werden. Eine kommunale Belastung ist damit jedoch nicht verbunden, da die Betriebskosten aus den Regionalisierungsmitteln des Bundes bestritten werden. Dies ist eine gesetzliche Verpflichtung des Bundes, die aus der Neuordnung des öffentlichen Schienenpersonennahverkehrs in den neunziger Jahren resultiert.

Die Fahrgastprognosen sind eine Utopie, da wird jeder Fahrgast per Handschlag begrüßt werden können.

 

Antwort: Die Fahrgastprognosen des seit Jahrzehnten tätigen, renommierten Gutachterbüros Spiekermann sind in der Tendenz eher zu niedrig angesetzt. Durchgehend sind bei anderen Reaktivierungsmaßnahmen in NRW die Prognosen übertroffen worden. Insbesondere das geänderte Mobilitätsverhalten der jüngeren Generation - weg vom PKW, hin zum ÖPNV - unterstützt diese Aussage.

Die Grundstücke bzw. Immobilien an der Trasse verlieren an Wert!

 

Antwort: Genau das Gegenteil ist der Fall. In den Gemeinden, die gut an ein Schienennetz angebunden sind, haben sich überall neue Wohngebiete entwickelt, der Grundstücksmarkt boomt, die Preise in den Gemeinden sind gestiegen. Auch Grundstücke direkt an der Bahnstrecke dürften nicht an Wert verlieren, da bis vor wenigen Jahren dort gerade in den Nachtstunden sehr lärmintensiver Güterverkehr stattfand. Der ungleich leisere moderne Schienenpersonenverkehr stellt demgegenüber eine Verbesserung der Situation dar, insbesondere da er nicht in der Nacht durchgeführt wird.

Die Züge machen Lärm und behindern den Verkehrsfluss des Individualverkehrs an den Bahnübergängen!

 

Antwort: Jede Art von Mobilität ist mit Lärmentwicklung verbunden. Die neuesten Triebwagen auf dann neuen Schienen und Gleisbett stellen sicher, dass ein Höchstmass an Lärmvermeidung gewährleistet wird. Die heutige Technik bei Bahnübergängen ermöglicht es, daß die Wartezeiten in der Regel unter einer Minute bleiben. Die Beeinträchtigungen des PKW-Verkehrs sind daher zu vernachlässigen.

Mit Einstellung der Buslinie S 10 entfallen viele wohnortnahe Haltestellen und auch die Erreichbarkeit der Osnabrücker Innenstadt sowie der Stadtteile wird erschwert!

 

Antwort: Die Haltepunkte der Tecklenburger-Nordbahn werden durch einen Bus - Zubringerdienst bedient. Dabei werden die meisten der heute vorhandenen Bushaltestellen weiter angefahren, so dass die Fahrgäste weiter kurze Wege zum ÖPNV haben.

Die Züge werden dafür sorgen, dass aus den Orten entlang der Nordbahn weitere Kaufkraft nach Osnabrück umgelenkt und der örtliche Einzelhandel dadurch in seiner Existenz gefährdet wird!

 

Antwort: Es ist im Gegenteil davon auszugehen, dass der örtliche Einzelhandel von der TN - Bahn profitieren wird. Dies entspricht den Erfahrungen bei Reaktivierungs- bzw. Ausbau- und Modernisierungs-maßnahmen von Schienenstrecken, die Gemeinden an ein Oberzentrum anschließen. Dies lässt sich beispielhaft belegen an der Strecke von Osnabrück Richtung Bersenbrück oder an der Strecke Münster nach Enschede.

Wenn der Güterverkehr evtl. wieder einmal auflebt, wird er vermutlich zu den Zeiten ohne Reisezugverkehr (also in den Nachtstunden) stattfinden!

 

Antwort: Sollte tatsächlich einmal wieder Güterverkehr auf dieser Strecke stattfinden, sind die Rahmenbedingungen ganz andere als beim damaligen Betrieb. Damals war aufgrund des sanierungsbedürftigen Gleisbettes und der veralteten Schienen nur eine geringe Geschwindigkeit der Güterzüge möglich. Künftig werden diese Züge mit weitaus höherem Tempo unterwegs sein und so in den Schienenpersonenverkehr gut integriert werden können. Nachtfahrten sind dann nicht mehrnotwendig.

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